Drehkopfverschluss

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Drehkopfverschluss des SIG 550 (Sturmgewehr 90) der Schweizer Armee

Der Drehkopfverschluss ist ein verriegelndes Verschluss-System für Handfeuerwaffen, das aus einem Verschlussträger und einem darauf drehbar gelagerten Verschlusskopf besteht. Der Verschlusskopf verfügt in der Regel über zwei Verriegelungswarzen und wird am Ende des Verschlussvorlaufs, nach dem Zuführen der Patrone, über eine Steuerkurve im Systemgehäuse in eine Drehbewegung (ca. 45°) gezwungen. Infolge dieses Verriegelungsvorgangs greifen die Verriegelungswarzen des Verschlusskopfs ähnlich dem Prinzip des Bajonettverschlusses in passgenaue Nuten des Patronenlagers (den sogenannten 'Verriegelungskamm') und verschließen dadurch den Lauf hinter der Patrone. Von 'Verriegelungskamm' wird gesprochen, weil die Verriegelungswarzen des Verschlusses kammartig in die so bezeichneten Aussparungen im Partonenlager greifen.

Nach Schussabgabe sorgen der zurückgleitende Verschlussträger und die Steuerkurve für eine gegensätzliche Drehbewegung des Verschlusskopfes. Dadurch befreit sich dieser aus dem Verriegelungskamm, läuft gemeinsam mit dem Verschlussträger zurück und gibt somit den Lauf frei. In dieser Bewegung wird zudem die verschossene Hülse ausgezogen und beim Anschlag an den Ausstoßer durch das Verschlussfenster nach rechts ausgeworfen. Zu Beginn der Rücklaufbewegung spannt der Verschlussträger zudem das Schlagstück. Im darauf folgenden Vorlauf greift er die nächste Patrone aus dem Magazin, führt sie ins Patronenlager und verschließt den Lauf, wonach die Waffe wieder feuerbereit ist.


Waffenbeispiele: Kalaschnikow-Sturmgewehre AK-47 / AK-74, SIG 550 (Sturmgewehr 90)

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